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E-Mobil für Senioren – Mobil sein im Alter

Ein Elektromobil für Senioren wird auch als Seniorenmobil bezeichnet. Es handelt sich bei einem solchen Gefährt um ein kleines und leichtes Fahrzeug mit Elektroantrieb. Das Seniorenmobil ist nicht nur für Senioren interessant. Es wird von Menschen mit Behinderungen genutzt und soll die Mobilität der Nutzer erhalten oder wiederherstellen. Das E-Mobil soll gehbehinderten Menschen ermöglichen, sich schnell fortzubewegen. Durch ein solches Elektromobil sind Senioren mobil im Alter. Die Fahrzeuge unterscheiden sich grundlegend von einem motorisierten Rollstuhl und können über einen Lenker gesteuert werden. Die Mobile sind mit vier oder drei Rädern erhältlich und werden im Außenbereich eingesetzt. Elektromobile, die mehrspurig sind, werden nur selten in der Wohnung genutzt. Bei barrierefreien Wohnsituationen und großem Wohnraum ist die Nutzung eines Elektromobils modellabhängig im Innenbereich möglich.

E-Mobil mit Behinderung

Motorisierte mobile für Senioren sind für Menschen gedacht, die ohne Gehilfe nicht laufen können. An die Nutzung der E-Mobile sind allerdings Bedingungen geknüpft. Senioren sollten noch allein ein- und aussteigen können. Viele Senioren haben Probleme, die Extremitäten zu heben und häufig können die Beine beim Ein- und Aussteigen nur schwer in die notwendige Position gebracht werden. Wer bereits Schwierigkeiten beim Einstieg in ein Auto hat, der sollte ein E-Mobil mit Drehsitz ausprobieren. Die E-Mobile mit Drehsitz erleichtern den Ein- und Ausstieg erheblich. Senioren, die ein E-Mobil nutzen möchten, müssen Hände und Arme noch zum Lenken einsetzen können.

E-Mobil Varianten

Elektromobile unterscheiden sich nicht nur in ihrer Motorleistung. Im Fachhandel werden auch Einsitzer von Zweisitzern und Dreirad-Varianten von Vierrad-Modellen unterschieden.

Einsitzer bieten Platz für einen Nutzer und können als Dreirad- oder Vierrad-Variante erworben werden. Ein E-Mobil-Zweisitzer bietet Platz für zwei Personen und ist modellabhängig auch in Varianten für mehr als zwei Personen erhältlich. Ob ein E-Mobil für eine Person oder für mehrere Personen benötigt wird, das hängt von den Bedürfnissen des Nutzers ab. Leben mehrere Senioren in einem Haushalt, die alle das E-Mobil nutzen möchten, dann ist ein Mehrsitzer interessant. Freunde, Paare oder andere Wegbegleiter können zusammen ein E-Mobil nutzen. Zweisitzer benötigen einen größeren Stellplatz als Einsitzer und gelten als sperrig.

Dreirad-Elektromobile

E-Mobile mit drei Rädern sind für Menschen gedacht, die nur einen kleinen Stellplatz zur Verfügung haben. Die dreirädrigen Varianten sind schmaler als Vierrad-Modelle und besitzen einen kleineren Wendekreis. Durch die kompakte Bauweise der Dreirad-Modelle ist auch ein Einsatz in einer barrierefreien Wohnung möglich.

Vierrad-Elektromobile

Vierrad-Elektromobile sind für lange Ausflüge gedacht. Die Modelle sind in schnellen Varianten erhältlich und können auch auf unebenem Gelände genutzt werden. Die Nutzung auf unebenem Gelände wird durch große und robuste Räder möglich.

Platzsparende Seniorenmobile

E-Mobile sind nicht nur in sperrigen Varianten erhältlich. Wenn kein ausreichender Stellplatz zur Verfügung steht und nur ein schmales E-Mobil genutzt werden kann, dann ist ein faltbares, klappbares oder zerlegbares Seniorenmobil notwendig. Die Modelle können schnell zusammengeklappt oder gefaltet werden. Während klappbare und faltbare Seniorenmobile kein technisches Vorwissen benötigen, um diese platzsparend zu verstauen, sollten zerlegbare Varianten genauer betrachtet werden. Die Nutzer der zerlegbaren Seniorenmobile müssen die Modelle selbstständig ab- und aufbauen können.

Platzsparende Seniorenmobile bieten viele Vorteile. Das E-Mobil kann mit auf Reisen genommen werden und es wird kein Autostellplatz benötigt, um das Seniorenmobil zu parken. Ob ein klappbares, zerlegbares oder faltbares E-Mobil für Senioren in die Bahn oder das Flugzeug mitgenommen werden darf, das sollte zuvor abgeklärt werden. Für die Mitnahme in Flugzeug und Bahn können zusätzliche Reservierungen und Sicherheitsmaßnahmen notwendig sein. In der Bahn benötigt das E-Mobil einen Stellplatz und zur Mitnahme im Flugzeug müssen die Batterien gesichert oder versiegelt werden.

Zuschuss Krankenkasse bei E-Mobilen

Ein Elektromobil wird unter bestimmten Umständen von der Krankenkasse bezuschusst. Seniorenmobile gelten als Hilfsmittel. Von der Krankenkasse anerkannte Hilfsmittel sind im Hilfsmittelverzeichnis aufgeführt und das Seniorenmobil ist dort gelistet. Wenn die medizinische Notwendigkeit vorliegt, dann kann ein Seniorenmobil von sozialen Trägern oder einer gesetzlichen Krankenkasse bezuschusst werden. Um die finanzielle Unterstützung zu erhalten, sollte eine Verordnung vom Arzt vorliegen.

Möglichkeit auf Hilfsmittel mit Rezept vom Arzt

Das Seniorenmobil ist auf Rezept erhältlich, wenn einer Behinderung vorgebeugt werden kann. Der Arzt kann ebenfalls ein Elektromobil verordnen, wenn die Folgen einer Behinderung durch das Mobil ausgeglichen, behoben oder gelindert werden können. Liegt eine körperliche Behinderung vor und andere Hilfsmittel oder Rollatoren sind nicht ausreichend, dann ist eine Verordnung möglich. Antragsteller müssen allerdings noch geistig und körperlich in der Lage sein, Seniorenmobile zu fahren. Eine körperliche Behinderung darf nicht die Bedienung handgetriebener Rollstühle unmöglich machen. Wenn Antragsteller ihre Grundbedürfnisse ohne das Seniorenmobil nicht mehr erfüllen können, dann ist ein Rezept vom Arzt möglich und notwendig. Das E-Mobil muss sicher untergebracht werden können. Das bedeutet, dass entweder eine Garage oder ein überdachter Stellplatz benötigt wird. Das E-Mobil muss vor Diebstahl und vor dem Wetter geschützt werden können.